Pipeline-Bau in Bulgarien
Bulgarien plant den Bau einer neuen Gas-Pipeline, um von Russland hinsichtlich der Gaslieferungen unabhängiger zu werden. Am Montag stellte Rumänien der Öffentlichkeit seine neue Energiestrategie vor.
Verläuft alles nach Plan, dann sollt der Bau der neuen Pipeline bis Ende 2013 abgeschlossen sein.
Über diesen neuen Versorgungskanal soll Gas aus Aserbaidschan importiert werden können. Zudem soll durch die neue Pipe flüssiges Erdgas aus Algerien, Ägypten, Oman und Nigeria nach Bulgarien fließen.
Neben dem Bau der neuen Pipeline plant Bulgarien weitere Projekte. Zum Beispiel wird derzeit nach neuen westlichen Investoren für den Bau des Kernkraftwerks in Belene gesucht. Zur Zeit sind die Bauarbeiten des Atomkraftwerks auf Eis gelegt. Um neue Investoren für die Finanzierung des Baus zu gewinnen, soll Ende nächsten Jahres eine Elektrizitätsbörse in Bulgarien abgehalten werden.
Kenner der Energiebranche sind der Meinung, dass bis zur Bewilligung des Entwurfes zur neuen Energiestrategie Bulgariens nicht mehr allzu viel Zeit vergehen wird. Gegenwärtig bezieht Bulgarien noch rund 70 Prozent seiner benötigten Energie aus dem Ausland, hauptsächlich aus dem Nachbarland Russland. Dies soll sich mit der Umsetzung der neuen Energiestrategie ändern. Außerdem will das Land Bulgarien seinen Energieverbrauch innerhalb der kommenden zehn Jahre gut um die Hälfte senken. Gegenwärtig ist Bulgarien noch der größte Energieverbraucher in der EU.