Umweltbewusstsein mangelhaft
Ohne Öl und Gas könnten wir nicht leben. Die Energieversorgung durch fossile Brennstoffe macht immer noch den höchsten Anteil am Energiemarkt aus. Wie abhängig die westliche Welt von diesen Reserven ist, wird immer wieder deutlich. Weltpolitische Verwicklungen und sogar Kriege gehen darauf zurück. Die Bemühungen von den Öl- und Gasadern der Erde wegzukommen sind zwar vorhanden und zeigen sich in Form von Energiesparprogrammen, der Promotion erneuerbarer Energien und dem Bemühen Alternativen zu den öl- und gasabhängigen Verbrauchsformen zu finden.
Wer denkt an die Umwelt?
Das wichtigste beim Umweltschutz ist wohl, das Bewusstsein für diese Thematik zu schärfen. Denn alle Sparmaßnahmen helfen nichts, wenn den Menschen nicht bewusst ist, wozu das Ganze gut ist. Häufig wird mit Einsparungen finanzieller Art argumentiert, was den Einzelnen natürlich lediglich in sein Portemonnaie schauen lässt, wenn es darum geht ob er noch mal den Tank voll macht und auch die nächste Tour zum Briefkasten um die Ecke mit dem Auto macht. Die meisten sind zwar am ehesten über das eigene Geld zum Sparen von Ressourcen zu motivieren, die Motivation sollte aber – zumindest auch – eine andere sein.
Mit gutem Beispiel voran
Ein wirtschaftliches Interesse haben wohl auch die großen Öl- und Gastunternehmen. Und dieses übertrifft das Verantwortungsgefühl bezüglich ökologischer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit bei Weitem. Aktuelle zeigt das Beispiel des britischen Konzern BP, wie das Eingehen eines hohen Risikos einen Ernstfall nach sich ziehen kann. Aus der Motivation heraus, schnell und billig fossile Brennstoffe zu fördern wurden alle Grundregeln zur Sicherheit und Nachhaltigkeit des Unternehmens gebrochen. So konnte es zur größten Ölkatastrophe der amerikanischen Geschichte kommen, deren Ausmaße immer noch zunehmen.
Verbesserungswürdig
Eine aktuelle Studie zeigte jetzt, dass die Bemühungen um wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit bei allen Gasanbietern zu wünschen übrig lassen. Ganz klar sagt diese Studie allerdings auch, dass die Ursache für die geringe Beschäftigung mit Fragen der Verantwortung einher gehen mit dem Wunsch der Verbraucher nach billigen und immer verfügbaren Brennstoffen, deren Preise möglichst gleich bleiben. Angesichts der schwindenden Vorräte sind die Unternehmen immer schneller bereit zur Erfüllung dieses Verbraucherwunsches und natürlich auch zur Füllung der eigenen Kassen, höhere Risiken bei der Förderung der Rohstoffe einzugehen. Der bedenkenlose Konsum öffnet der Gier der Unternehmen jedoch Tür und Tor. Auch und insbesondere die Verbraucher können die Verantwortung damit nicht bei den Unternehmen abgeben
27. Dezember 2010 um 09:46
Letztlich muss man doch bei allen Konzernen sagen, wirkliches Interesse an Ökologischen Vorgängen, habe nur sehr wenige. Wenn sie was tun, dann ist das eher für das Image gedacht. Besonders krass fällt so was immer auf, wenn man das Image im eigenen Land also bei uns vor der Haustür betrachtet und dann mal schaut wie es in den Lieferländern etc zugeht. Da wird dann meist nicht mehr drauf geachtet. Die Journalisten und Bürger sind ja fern. Dann kann man es eben machen.